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Ökologie - Wissen über Umwelt, Umweltschutz und Ökosysteme |
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Ökologie ist die Lehre vom wechselseitigen Zusammenspiel aller Umweltbedingungen und Lebewesen in einem regionalen System. Z. B. die Schorfheide in Brandenburg ist ein Ökosystem mit ganz charakteristischen Merkmalen. Dazu gehört ein bestimmter Natur-Haushalt, also die zahlenmäßige Ausstattung mit pflanzlichen und tierischen Lebewesen bei lokal herrschenden Umweltbedingungen, was Niederschläge, Bodenqualität, Nahrungsangebot und Temperaturen anbelangt. Ein sehr wichtiger Faktor ist immer das lokale und regionale Klima in seinen Ausprägungen und Wandlungen. Ein Ökosystem ist also eine Erdregion oder ein Landschaftsteil mit typischen Bedingungen (Oberflächengestalt, Bodenart, Wasserhaushalt, Klima usw.) und einer bestimmten Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Auch der Klimawandel ändert nichts an der wissenschaftlich gültigen Einteilung in verschiedene Typen von Ökosystemen, die möglich und sinnvoll ist. Ökosysteme sind zum Beispiel mitteleuopäischer Wald, Regenwald, Bergwald, ein sumpfiges Feuchtgebiet, ein Teich oder See. Auch tausende Kilometer lange Flussläufe oder ganze Meere sind Ökosysteme, solche mit überregionaler Bedeutung. Wo Trockenheit vorherrscht, finden wir Ökosysteme wie Steppen oder Wüsten und sogar in unseren Breiten die ökologische Sonderform eines Trockenrasens usw. |
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Mehr Details zur allgemeinen Ökologie und Wald-Ökologie
Ein für uns sehr naheliegendes Beispiel ist Wald, den es in unseren Lebensräumen fast überall noch gibt. Zu den allgemeinen Kennzeichen des Ökosystems Wald und seinen Beziehungen zum Menschen gehören vier Hauptfunktionen. Das sind wie oben bereits erwähnt: Nutzbarkeit (z.B. als Rohstoff Holz), Schutz (z.B. Klima- und Immissionsschutz), Erholung und Kulturschutz. Keineswegs als bloße Romantik zu belächeln, sondern überaus wichtig ist für uns alle die körperliche, geistige und seelische Erholung, die wir bei einem Waldspaziergang finden können. Wald bietet aber gerade auch für das Klima insgesamt und lokal genau messbar, etwa in der Umgebung einer Großstadt, sehr wichtige Schutzfunktionen. Wald gehört zum Leben, zum Landschaftsbild und zur kulturellen Identität unabdingbar dazu und birgt oft selbst Kulturgüter wie Hügelgräber oder keltische und römische Bauanlagen. Weitere allgemeine Arten von Ökosystemen sind Wiesen, Moore und Gewässer (Seen, Bäche, Flüsse, Meere).
- Die Lebewesen im Ökosystem -
Die Lebewesen jedes Ökosystems werden in drei Gruppen unterteilt: Erzeuger, Verbraucher und Zersetzer. Erzeuger stellen mithilfe von Sonnenenergie aus Kohlendioxid und Wasser Biomasse her (Pflanzen). Die Verbraucher (ganz überwiegend Tiere) nehmen über die Prozesse der Atmung und des Stoffwechsels den erzeugten Sauerstoff und Teile der pflanzlichen Biomasse auf und geben Kohlendioxid und Wasser ab. Die Nahrungskette und das Angebot an bevorzugten Nahrungsmitteln (Pflanzen, Tiere) regulieren den jeweiligen Bestand der Arten. Insgesamt, vor allem in bezug auf die gegenseitige ideale Ergänzung der Prozesse Photosynthese und Atmung nach dem Prinzip eines chemischen Gleichgewichts, ein perfektes, sich selbst erhaltendes Netzwerk von Beziehungen. Jedes Lebewesen im System muss sich ständig den stattfindenden Veränderungen anpassen, um zu überleben, als Einzelwesen und als Art.
- DER SCHUTZGEDANKE -
Jedes natürliche Ökosystem ist aufgrund seiner vielfältigen und noch gar nicht vollständig entdeckten Funktionen grundsätzlich schützenswert! Das Wissen um die Probleme der Umwelt und die aktuelle Bedrohung der menschlichen Lebensqualität durch den Klimawandel und gehäuft stattfindende Naturkatastrophen - bis hin zum fraglichen langfristigen Überleben unserer eigenen Art (homo sapiens) -, hat zur weltweiten Ökologiebewegung und zur Bildung effektiver Organisationen geführt. Organisationen wie Greenpeace, BUND, NABU, WWF und andere (siehe Links) arbeiten mit Aufklärung und Aktionen. Heute beschäftigen sich breite Schichten der Bevölkerung mit ökologischen Prinzipien und integrieren die Rücksichtnahme auf die Umwelt in ihren Alltag. Ökologie ist mithin weit mehr als eine akademische Veranstaltung, wenn auch das Detailwissen außerordentlich komplex ist und ein gewisses Maß an Hintergrundwissen über Natur und Naturwissenschaft erfordert. Die moderne Auffassung von Ökologie stellt jedenfalls klar und zu Recht den Schutzaspekt in den Vordergrund. Jeder Einzelne ist zum Mitdenken und Mitmachen aufgefordert! |
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