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  Einfache Tipps zum Überleben und Gesundbleiben in der Wildnis  
  Worauf muss man achten, um in der Wildnis, speziell bei Touren oder Spaziergängen in Wäldern, sicher zu sein und gesund zu bleiben? Wie kann ich guten Gewissens und unbeschwert die Natur genießen? Ein paar einfache Regeln zu beherzigen, fällt nicht schwer und ist für jeden ohne Anstrengung möglich. Das hat noch nichts mit "survival", sondern allein mit Vernunft zu tun. Der erste Tipp: Wald ist bei Gewitter und Sturm nicht der geeignete Aufenthaltsort. Speziell sollte man sich im Gewitter nicht unter Bäume stellen! Wilde Tiere sollte man grundsätzlich nicht anfassen, vor allem aufgrund von Tollwutgefahr. Beeren, Kräuter und sonstige Pflanzen besser nicht roh verzehren, da eine Infektion durch den Fuchsbandwurm möglich ist. Wem eine Allergie auf Insektenstiche bekannt ist, sollte bitte die Medkamente nicht vergessen! Besonders im Sommer drohen Zeckenbisse nicht nur im Wald, sondern auch an Waldrändern und auf Wiesen. Vor allem Querfeldeinmärsche durch dichtes Gebüsch und Unterholz sollten vermieden und dort auf eine Rast verzichtet werden. Zecken können FSME und Borreliose übertragen, wobei es für Borreliose keine wirksame Impfung gibt. Vorsichtsmaßnahmen sind feste Schuhe, lange Hosen und Hemden, Kopfbedeckung und Behandlung freier Hautstellen mit geeigneten Mitteln (z.B. Autan). Am Körper entdeckte Zecken sollten möglichst schnell mit einer spitzen Pinzette entfernt werden (direkt an der Hautoberfläche ansetzen und nicht quetschen!).  

Richtiges Verhalten in der wilden Natur, speziell im Wald

Bei der Begegnung mit wilden Tieren, die dem Menschen von der Körperkraft her gefährlich werden bzw. beißen könnten, ist die erste und beste Reaktion, still stehen zu bleiben. Ist die Gefahr erkannt und offenbar unausweichlich, kann nach sinnvollen Fluchtmöglichkeiten Ausschau gehalten werden. Zuvor sollte soviel Eigeninitative möglich sein, durch lautes Rufen oder Klatschen das Tier oder die Herde in die Flucht zu treiben. Selbstverständlich nur dann, wenn tatsächlich Gefahr droht. Ansonsten genießen Sie die Möglichkeit zur stillen Beobachtung. Wann kann man schon einmal scheue Wildtiere auf freier Wildbahn ungestört beobachten, wenn man nicht gerade Jäger ist? Also nicht vor Angst erstarren, sondern mutig bleiben und möglichst überlegt handeln. Man muss vor Tieren nicht deshalb Angst haben, weil sie im Prinzip gefährlich werden könnten, es aber in der Regel tatsächlich nicht sind, außer vielleicht bei Tollwut. Wenn Sie sich zu Beispiel vor einem bellenden und knurrenden Hund vermeintlich schützen wollen, indem Sie mit wilden Gesten herumfuchteln, mit dem Fuß nach ihm schippen oder gar einen Stock schwingen, ist das die sicherste Methode, tatsächlich von ihm angegriffen zu werden. Ein wenig Vernunft und Einfühlungsvermögen, besser eine fundierte Kenntnis des tierischen Verhalten, schützt uns sehr wirksam.

Wald-Knigge

Selbstverständlich ist es verboten, im Wald Feuer zu machen, zu Rauchen oder Müll zu hinterlassen (selbst das kleinste Papierchen!). Bitte halten Sie sich daran, auch wenn kein Polizist daneben steht und die Gefahr, erwischt zu werden verschwindend gering ist. Richtiges Verhalten sollte aus Prinzip geübt werden und nicht aufgrund falsch verstandener Gesetzestreue, eben aus Vernunft. Dann braucht es auch keinen Zwang und keine Straf-Androhung irgendwelcher Art. Die richtige Einstellung ist: Weder die Natur verschandeln oder schädigen noch andere Menschen durch sinnlose Rücksichtslosigkeiten verärgern und ihnen den Spaß an einer sauberen und intakten Nartur verderben! Zum Wald-Knigge gehört aber vor allem, sich ruhig zu verhalten und auf Rufen, lautstarkes Unterhalten oder anderen Lärm zu verzichten, auch in größeren Gruppen. Und glauben Sie mir: Auch Kinder lassen sich gern dazu anleiten, wenn man sich nur etwas Mühe gibt und ihnen Dinge erklärt, anstatt sie nur toben zu lassen. In diesem angemessenen Verhalten drückt sich der Respekt vor der Natur aus, aber auch Rücksicht gegenüber anderen Spaziergängern, die im Wald Erholung suchen. Jeder darf sich im Wald frei bewegen, jedoch ist Radfahren (auch Reiten) nur auf Wegen gestattet, um Pflanzen und Tiere zu schützen.

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