Feuerstein

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Orangefärbung Kieselalgen "Hühnergott" roter Feuerstein wie Achat mit Kalkkruste

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  Feuerstein - Flintstone aus Brandenburg  
  Feuersteine findet man in Brandenburg überall am Wegrand, auf Feldern und auf Feldwegen oder wenn man im Garten gräbt. Der Name kommt daher, dass beim Aneinanderschlagen der harten Steine Funken sprühen können, was aber zum Feuer machen in der Praxis kaum ausreicht. Der englische Name für diese Gesteinsgruppe, zweifellos eine geologische Besonderheit, lautet "flint". Mit Feuerstein bezeichnet der Geologe sogenannte Hornsteine (die zur großen Gruppe der Sedimentgesteine zählen) und zwar speziell die knolligen grau-schwarzen Bildungen, die vorwiegend in den Schichten der Kreide-, aber auch der Jurazeit vorkommen. Vor allem für die eiszeitlichen Ablagerungen Norddeutschlands ist das häufige Auftreten solcher Feuersteinknollen typisch. Die meist kaum mehr als faustgroßen Knollen wurden irgendwann einmal aus dem Urspungsgestein durch Erosion freigesetzt und werden heute durch Regen aus dem weichen Erdboden der obersten Schichten heraus gespült. Diese sehr harten und oft scharfkantigen"Steine" sind so typisch für die Region Norddeutschlands und die dort vorkommenden eiszeitlichen Geschiebe, dass die sogenannte Feuersteinlinie den äußersten (südlichsten) Rand der Vereisung zuverlässig kennzeichnet. Im heutigen Boden ist überall Feuerstein zu finden, als Wanderer tritt man sozusagen ständig drauf. Da zuweilen ein Exemplar schöner als das andere ist (z.B. orange-rötlich oder bläulich gefärbt, evtl. mit durchscheinenden Kanten), könnte man Säcke davon nach Hause schleppen. Die Gletscher der Eiszeit schleppten jedenfalls von Norden (Skandinavien) kommend Gesteinsmaterial aller Sorten (z.B. auch gehäuft schwedischen Granit) sowie Sand und Lehm mit sich und lagerten diese Mischung beim Rückzug flächendeckend als Moränen wieder ab. Die größeren Brocken aus Gestein heißen Findlinge.  

Mehr mineralogische Details über Feuerstein

Feuerstein besteht aus nur einem Mineral: Quarz. Es ist also ein mono-mineralisches Gestein, ähnlich wie Kalk, der praktisch nur aus Calcit besteht. Die Grundsubstanz der Feuerstein-Knollen, die spezielle feinkristalline Quarz-Varietät Chalcedon, enthält oft Reste von winzigen Kieselalgen bzw. deren umgewandelten Schalen und Skeletten. Man sieht dann beim Aufschlagen einer Knolle oder bereits äußerlich feine weißliche Strukturen und Muster. Dies ist ein wichtiger Hinweis für Herkunft und Entstehung: Wenn Meeresalgen enthalten sind, muss Feuerstein im Meer gebildet worden sein. Die Färbung geht oft ins Rötliche und kann bei feinsten Einschlüssen von Luft und Wasser im Chalcedon auch weiß sein. Submikroskopischer Kohlenstoff färbt den Feuerstein schwarz. Und so sieht er am häufigsten aus. Einzelne Exemplare können überaus prachtvoll sein, wobei die Grenzen zum wertvollen Achat (der ebenfalls aus Chalcedon besteht, aber bevorzugt Hohlräume in Vulkangesteinen füllt) fließend sind.

Größe, Herkunft und Fundstellen - Spezialität ist die Unterart "Hühnergott" mit Loch

Die Knollen sind meist etwa faustgroß. Kleinere Steine können angenehm glatte und gerundete Oberflächen aufweisen. Sie sind ohne weitere Bearbeitung als Handschmeichler gut geeignet. Ich finde sie gehäuft bei Gartenarbeiten. Außerhalb der bekanntesten Fundstellen (z.B. auf Rügen eine Fläche von ca. 200 x 2000 Meter an der Küste bei Mukran) haben die Fundstücke kaum mehr als Kopfgröße. Die seltenen Exemplare mit Löchern haben den seltsamen Namen "Hühnergott".

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